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Beruf oder Berufung? Der Traum von der beruflichen Selbstverwirklichung.

Foto Beruf oder Berufung? Der Traum von der beruflichen Selbstverwirklichung.

Frisör*innen, Kellner*innen und Bankangestellte. Verkäufer*innen, Medizinier*innen und Jurist*innen. Es gibt Berufe wie Sand am Meer und keinen Menschen, zu dem kein Beruf passt. Trotzdem ist der Beruf für viele Menschen alles andere als Berufung.

Es ist vielmehr ein Muss, dem wir nachgehen, um unser Leben zu finanzieren. Diese Tatsache nehmen wir als Anlass uns im aktuellen Blog mit Beruf, Berufung und beruflicher Veränderung auseinanderzusetzen. Auf geht’s…





Beruf: Eine Frage der Herkunft.

Studien und Statistiken belegen, dass der berufliche Weg in Österreich nach wie vor stark durch das Elternhaus und die soziale Herkunft vorgezeichnet wird. Vereinfacht ausgedrückt bedeutet das, dass Eltern einen starken Einfluss auf Ausbildung und damit Berufswahl haben. Ganz nach dem Motto: Ich habe eine Lehre gemacht und du machst das auch oder Natürlich übernimmst du den Familienbetrieb. Aber Stopp! Wo ist dann die Chancengleichheit, die in den Medien immer thematisiert wird? Gibt es diese wirklich? Wie gut können wir uns in Österreich weiterbilden und beruflich verändern?

Berufliche Veränderung: Eine Frage von Mut, Fleiß und Vertrauen.

Dass unsere Herkunft uns auch in beruflicher Hinsicht prägt, steht außer Frage. Aber unsere Herkunft meißelt nicht alles in Stein, sie legt uns nicht für alle Ewigkeit in Ketten und begrenzt unsere Möglichkeiten. Fakt ist: Wer möchte, kann sich beruflich weiterbilden, verändern und damit auch selbst verwirklichen. Ganz gleich, woher er/sie kommt und welchen Beruf man erlernt hat. Dass das nicht immer einfach ist, steht außer Frage. Gewohntes Terrain zu verlassen, die Komfortzone hinter sich zu lassen und neue Gefilde zu betreten, ist nie „nur“ leicht. Sich beruflich zu verändern ist wie ein Haus zu bauen. Es geht nicht von heute auf morgen, braucht Zeit und Fleiß. Ziegel für Ziegel, Schritt für Schritt und Tag für Tag gilt es Ziele zu verfolgen und zu verwirklichen. Wichtig ist, dass wir Mut mitbringen und auf uns selbst vertrauen.

Erfolgsrezept für Karriere: Gibt es das?

Dazu sollten wir zuerst klären, was denn Karriere überhaupt bedeutet. Eine Position im Management, ein Porsche, eine Villa am Meer – Das sind häufige Assoziationen mit einer erfolgreichen Karriere mit steilem beruflichem Aufstieg und hohem Gehalt. De facto bezeichnet das Wort Karriere aber schlichtweg die individuelle berufliche Laufbahn eines Menschen und hat nicht primär etwas mit einem bestimmten Berufsbild, der Höhe des Gehalts oder materiellen Faktoren zu tun. Damit ist die Frage, wann wir Karriere machen, eine persönliche Frage. Eine Frage, die jede*r nur für sich und in Abhängigkeit von individuellen Lebenszielen beantworten kann. Daher können wir auch die Frage, ob es ein Erfolgsrezept für Karriere gibt beantworten. Nämlich mit NEIN. Zwar gibt es keine allgemeine Erfolgsformel, außer Frage steht aber, dass uns Aus- und Weiterbildung zu mehr Expertise, mehr Glaubwürdigkeit und damit mehr Erfolg verhelfen. Wer also seinen Beruf an den Nagel hängen und seine Berufung ausleben möchte, der ist gut beraten einen passenden Lehrgang oder eine relevante Weiterbildung zu absolvieren.

Wann verändere ich mich beruflich? Wann bin ich Experte?

„Irgendwann mache ich…in ein paar Jahren werde ich…Eigentlich würde ich gerne…“ Kommen Ihnen diese Aussagen oder Gedanken bekannt vor? Wir Menschen sind Weltmeister im Warten, Zögern und Verschieben. Die Folge: Wir bleiben im beruflichen Hamsterrad stecken. Wer dauerhaft unzufrieden in seinem Job ist oder seiner Berufung ernsthaft nachgehen möchte, dem ist vor allem eines zu raten: Im Hier und Jetzt mit der Veränderung zu beginnen. Holen Sie Informationen zu Weiterbildungen ein. Schauen Sie nach, wann der nächste Kurs beginnt. Tauschen Sie sich mit anderen Menschen aus. So können Sie den Stein ins Rollen bringen und den ersten Schritt in Richtung berufliche Veränderung setzen. Viele Menschen warten darauf irgendwann Expert*innen zu sein. Was sie vergessen: Wir werden zu Expert*innen, indem wir Dinge tun, anpacken und Erfahrungen sammeln.

Berufung: Besser als ein „bloßer“ Beruf.

Ein Jahr hat 52 Wochen. Klassische Arbeitnehmer*innen mit einer 40-Stunden-Woche und fünf Wochen Urlaub verbringen 47 Wochen, was wiederum 1.880 Stunden pro Jahr entspricht, in der Arbeit. Das ist viel Zeit, die viele Menschen absitzen, mit Unzufriedenheit runterspulen und vor der ihnen schon Sonntagabend graut. Wer allerdings seiner Berufung nachgeht, was auch immer diese ist, für den wird die Arbeitszeit zu etwas Positivem, Erfüllendem und Sinnstiftendem. Damit bereichert berufliche Selbstverwirklichung nicht nur unsere Karriere, sondern auch unser Privatleben. Tatsache ist: Zufriedenheit im Job fördert auch ein ausgeglichenes und intaktes Privatleben.

Möglichkeiten wahrnehmen und Türen öffnen.

Der Beruf ist eine wichtige Komponente des menschlichen Lebens. Er schafft Einkommen, Anerkennung und im besten Fall auch Selbstverwirklichung. Damit unser Beruf zur Berufung wird oder wir unsere Berufung zum Beruf machen können, müssen wir Möglichkeiten wahrnehmen und Perspektiven erarbeiten. Wir müssen alte Türen schließen und neue Türen öffnen.


Silvia Podlisca

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