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Ausbildung Lebens- und Sozialberatung: Relevanz für viele Berufsfelder.

Foto Ausbildung Lebens- und Sozialberatung: Relevanz für viele Berufsfelder.

Die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberatung - Eine Ausbildung „nur“ für psychosoziale Berufe? Diese Frage müssen wir ganz klar mit NEIN beantworten. Für welche Berufsfelder die Ausbildung noch wertvoll ist, inwiefern Führungskräfte und Berater*innen von psychosozialem Methodenwissen profitieren und was das Ganze mit dem Arbeitsmarkt zu tun hat, thematisieren wir im aktuellen Blog. Auf geht’s…

Vielfalt an Berufen mit einer Gemeinsamkeit.

Was haben Lehrer*innen, Ärzt*innen, Personalmanager*innen, Betriebsführungskräfte, Vertriebsmitarbeiter*innen und Berater*innen gemeinsam? Auf den ersten Blick oder besser gesagt auf den ersten Gedanken mögen wir annehmen, dass das ganz unterschiedliche Berufsfelder in unterschiedlichen Branchen sind. Und das stimmt auch gewiss, aber eines haben alle diese und viele weitere Berufe gemeinsam: Sie arbeiten mit und/oder für Menschen, weshalb auch psychosoziale Komponenten, wie Kommunikation, soziale Dynamiken, Ängste, Bedenken oder Konflikte, eine Rolle spielen. Und genau das begründet die Relevanz der Ausbildung zu Lebens- und Sozialberater*innen für viele Berufe.

Bildung und Pädagogik: Der Mensch im Mittelpunkt.

Für Lehrer*innen und Pädagog*innen stellt eine psychosoziale Ausbildung eine wertvolle Weiterbildung dar. Nicht nur die Ausbildung zu Vertrauenslehrer*innen, sondern auch andere Kurse wie psychosoziale Beratung oder eine Coachingausbildung können die Arbeit im Bildungsbereich bereichern. Ob in der Volkschule, in der Mittelschule oder in der Erwachsenenbildung, es geht immer um Menschen und Wissensvermittlung und damit auch um Kommunikation, Konflikte, Emotionen und die Förderung von Menschen. Wird das Fach- und Pädagogikwissen durch psychosoziale Methodenkompetenz erweitert, profitieren beide Seiten, Lehrer*innen und Schüler*innen.

Gesundheit und Medizin: Auch hier geht es um Menschen.

Auch im Gesundheitsbereich dreht sich am Ende alles um Menschen bzw. ihre Krankheiten, Symptome und Gesundheit. Das Berufsfeld ist aus vielen Gründen herausfordernd. Etwa, weil Patient*innen Angst vor Diagnosen, Behandlungen oder Operationen haben, weil sie Respekt gegenüber Ärzt*innen empfinden und sich nicht trauen, alle Fragen zu stellen, oder, weil eine generelle Skepsis gegenüber Medikamenten und Eingriffen, wie aktuell bei der COVID-19-Impfung, besteht. Genau diese Herausforderungen machen die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberatung zu einer wertvollen Zusatzqualifikation im Gesundheitsbereich. Wer über fundiertes Wissen in Bereichen wie Kommunikation, Konflikte oder soziale Prozesse verfügt, kann Patient*innen besser verstehen, gezielter auf Bedürfnisse eingehen und am Ende mehr bewirken.

Unternehmen: Erfolgskriterium soziale Komponente.

Auch für Unternehmen sind Menschen ein wesentliches Erfolgskriterium. Einerseits in Form von Kund*innen, die es für Produkte und Leistungen zu begeistern gilt. Andererseits in Form von Mitarbeiter*innen, die den Erfolg eines Betriebs beeinflussen und mitgestalten. Hinsichtlich der Kund*innen können Berufsgruppen, wie Berater*innen oder Vertriebsmitarbeiter*innen, von einer Ausbildung zu Lebens- und Sozialberater*innen profitieren. Denn häufig scheitert es in diesen Bereichen nicht an einem Mangel an Fachwissen, sondern vielmehr an mangelnder Kommunikations-, Vermittlungs- und Empathiefähigkeit. Mit Blick auf die Mitarbeiter*innen kann psychosoziales (Methoden-)Wissen die Arbeit von Führungskräften, Teamleiter*innen oder Personalmanager*innen bereichern. Auch für sie geht es am Ende häufig um soziale Themen, Konflikte und Entscheidungen.

Menschen damals und heute: Mitarbeiter*innen im Wandel der Zeit.

Psychosoziale Themen, wie psychische Gesundheit, Selbstverwirklichung, Sinnstiftung oder soziale Gerechtigkeit, spielen heute eine wesentlich bedeutendere Rolle als früher. Bereits seit längerer Zeit zeichnet sich am Arbeitsmarkt folgende Entwicklung ab: Menschen sind nicht mehr bereit nur für den Job zu leben. Sie streben eine gute Work-Life-Balance an und bevorzugen Arbeitgeber*innen, die psychosozialen Themen Beachtung schenken. Wer also als Betrieb bestehende Mitarbeiter*innen halten und fördern sowie neue Mitarbeiter*innen überzeugen und gewinnen möchte, muss diesem Trend Rechnung tragen. Hier können Aus- und Weiterbildungen ein wichtiger Schritt sein. Nicht nur um neues Wissen zu erschließen, sondern auch um nach außen zu kommunizieren, dass bestimmte Themen ernstgenommen werden.

Externe Beratung: Ein Gewinn.

Nicht jeder kann alles (wissen). Das ist nun einmal so. Hinzu kommt, dass nicht jede*r psychosoziale Ausbildungen absolvieren kann und/oder möchte, zumal diese auch eine gewisse Eignung voraussetzen und mit zahlreichen Kursstunden, Supervision und viel Arbeit verbunden sind. Wer als Bildungsinstitution, Gesundheitsbetrieb oder Unternehmen psychosoziale Kompetenz nicht intern abdecken kann, kann auf externe Expertise vertrauen und diese bei Bedarf hinzuziehen. Innerhalb psychosozialer Berufe gibt es zahlreiche Schwerpunkte und damit Expert*innen für unterschiedliche Fragen, wie Teambuilding, Umgang mit sexueller Belästigung oder tiergestützte Beratung.

Unser Fazit: Relevanz für viele Berufsfelder.

In diesem Blog haben wir psychosoziale Ausbildungen einmal aus einer anderen Perspektive betrachtet. Nämlich nicht aus Sicht der „klassischen“ Lebens- und Sozialberatung, sondern aus dem Blickwinkel anderer Berufsfelder und Branchen. Unser Fazit: Eine psychosoziale Aus- und Weiterbildung ist für viele Berufsgruppen von Relevanz und letztlich überall dort wertvoll, wo es um Menschen, Kommunikation und Sozialdynamiken geht. Nichtsdestotrotz ist auch wichtig festzuhalten, dass es sich um herausfordernde Ausbildungen handelt, die vollstes Engagement und viel Motivation brauchen.


Silvia Podlisca

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