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Der Mensch im Mittelpunkt: Psychosoziale Ausbildungen und Berufe.

Foto Der Mensch im Mittelpunkt: Psychosoziale Ausbildungen und Berufe.

In einer digitalen und anonymen Welt sehnen sich immer mehr Menschen wieder nach mehr Persönlichkeit und Menschlichkeit. Viele wünschen sich einen sinnstiftenden Beruf, in dem sie mit Menschen arbeiten können.

Einen Beruf, in dem sie sich den wirklich wichtigen Themen des Lebens anstatt den Umsatzahlen globaler Konzerne widmen können. Die Erfüllung finden viele Menschen im psychosozialen Berufsfeld, in dessen Mittelpunkt stets der Mensch steht.

Unsere Welt im Wandel.

Die Menschheit hat in den letzten Jahrzehnten eine starke Anonymisierung erlebt. Zahlreiche Entwicklungen, wie etwa die Globalisierung oder die Digitalisierung, hatten den Effekt, dass viele Lebensbereiche unpersönlicher wurden. In der Wirtschaft wurden Menschen und ihre Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt. Kaum einer kennt noch die Produzent*innen, welche unsere Lebensmittel erzeugen, die wir tagtäglich konsumieren. Und zwischenmenschliche Kommunikation und Interaktion findet zunehmend über digitale Plattformen statt. Wie alles in unserem Leben, bringen diese Entwicklungen Vorteile, aber eben auch Nachteile mit sich.

Trend und Gegentrend.

Doch die Geschichte hat uns gelehrt: Wo ein Trend, dort auch ein Gegentrend. Und tatsächlich sehnen sich mehr und mehr Menschen wieder nach mehr Persönlichkeit, Menschlichkeit und Gemeinsamkeit beziehungsweise umgekehrt nach weniger Anonymität, Technologie und Materialismus. Kein Wunder, denn so unterschiedlich wir Menschen auch sind, wir haben alle eines gemeinsam: Wir sind soziale Wesen. Zusammensein, Zugehörigkeit und Anerkennung sind zentrale Motive, die menschliches Verhalten erklären und begründen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen, wie wichtig die soziale Komponente für die Entwicklung und Entfaltung von Menschen ist.

Weg von brutaler Wirtschaft und Materialismus. Hin zu mehr Sinn und Idealismus.

Konzernführungskräfte, die in der psychosozialen Beratung nochmals von vorne beginnen. Top-Manager*innen, die der bloßen Gewinnmaximierung den Rücken kehren. Ehemalige Handelsmitarbeiter*innen, die in der Arbeit mit Menschen Sinn und Berufung finden. Immer mehr Mitglieder unserer wirtschafts- und maximierungsgetriebenen Gesellschaft sehnen sich nach anderen Werten und mehr Idealismus. Manche verleihen diesem Wunsch durch einen nachhaltigen Lebensstil Ausdruck, andere engagieren sich ehrenamtlich und wieder andere wollen ihre Zukunft durch einen sinnstiftenden Beruf neu ausrichten.

Psychosoziale Berufe: Mit Menschen arbeiten.

Viele Menschen wünschen sich wieder mehr mit Menschen zusammenzuarbeiten und finden in psychosozialen Berufen ihren Platz. Lebens- und Sozialberater*innen, Paar- und Sexualberatung oder tiergestützte Berater*innen. Business Coaches, Supervisor*innen oder Traumaberatung. Die psychosoziale Beratung bietet ein ganzes Spektrum an Berufsbildern mit unterschiedlichen Ausrichtungen und Schwerpunkten. Alle diese Arbeitsfelder haben allerdings eines gemeinsam: Es geht stets um die Begleitung von Menschen. Und das ist wundervoll.

Psychosoziale Berufe: Es braucht Kompetenz.

Erfüllend. Bereichernd. Wertvoll. Das sind psychosoziale Berufe. Nichtsdestotrotz ist nicht jede*r dafür geeignet und es braucht mehr als reines Interesse, um in diesem vielschichtigen Arbeitsfeld professionell agieren zu können. Denn die konstante Befassung mit menschlichen Schicksalsschlägen, Ängsten, Traumata und sozialen Konflikten kann auch zur Belastung für Berater*innen werden. Umso wichtiger ist, dass Lebens- und Sozialberater*innen eine fundierte Ausbildung erfahren, über eine ausreichende Methodenkompetenz verfügen und sich durch Know-how sowie Supervision auch von ihrer Arbeit abgrenzen können. Nur wer ausreichend geschult und ausgebildet ist, kann bei Klient*innen etwas bewirken und seine Arbeit kritisch reflektieren sowie adaptieren.

Ende der Ausbildung: Das gibt es nicht.

Wir Menschen sind nicht nur soziale, sondern auch dynamische Wesen. Wir bleiben nicht stehen, wir entwickeln uns weiter. Unsere Bedürfnisse und Wünsche erfinden und definieren sich immer wieder neu. Unsere Welt und damit Lebensumstände befinden sich in einem stetigen Wandel. Daher verändern sich nicht nur Klient*innen und ihre Themen, sondern auch das Methodenwissen in der psychosozialen Beratung. Umso wichtiger, dass Lebens- und Sozialberater*innen keinen Strich unter ihre Aus- und Weiterbildung setzen. Denn wie können wir Menschen am Puls der Zeit beraten und begleiten, wenn wir selbst nicht offen für aktuelles und neues Wissen sind?

Aus- und Weiterbildung: Immer mit der Zeit gehen.

Wer als Lebens- und Sozialberater*in mit der Zeit gehen möchte, ist gut beraten, sich laufend über Weiterbildungsangebote zu informieren. Am IFGE ist es für uns ganz selbstverständlich, dass wir die Ausbildungsinhalte immer wieder kritisch reflektieren, Erfahrungen unserer Absolvent*innen einbinden und Themen an den aktuellen Erkenntnisstand anpassen. Unsere Trainer*innen sind nicht nur bestens ausgebildet, sondern bringen auch viel Erfahrung aus der Praxis und Einsichten zu aktuellen Entwicklungen mit.

Der Mensch im Fokus.

Der Mensch rückt auch aus anderen Gründen wieder mehr in den Fokus unserer Arbeitswelt. Denn immer mehr Menschen leiden unter psychischen Problemen. Hohe Anforderungen in Privat- und Berufsleben, eine enorme Lebensgeschwindigkeit und nicht zuletzt Krisen, wie die COVID-19-Pandemie, führen zu mehr Angst, Sorgen, Belastung und gesundheitlichen Problemen in unserer Gesellschaft. Daher steigt die Nachfrage nach psychosozialen Angeboten und Berufen. Hinzukommt, dass die Offenheit gegenüber der eigenen Psyche, der individuellen Sorgen und der persönlichen Selbstverwirklichung steigt und auch hier immer mehr Menschen Unterstützung bei Lebens- und Sozialberater*innen suchen.

Ein tolles, aber herausforderndes Berufsfeld.

Wir resümieren, dass psychosoziale Berufe toll sind. Es sind Berufe, in deren Zentrum der Mensch steht. Berufe, in denen die Arbeit sinnstiftend ist. Berufe, die einen persönlich bewegen und bereichern. Aus allen diesen Gründen ist die Lebens- und Sozialberatung aber auch ein herausfordernder Tätigkeitsbereich, der ein hohes Maß an Ausbildung sowie kritische Reflexionsfähigkeit erfordert.


Silvia Podlisca

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