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Angst vor Weihnachten?

Foto Angst vor Weihnachten?

Ein Blick auf den Kalender verrät:

Die Weihnachtszeit ist da. Kekse werden gebacken, Bäume werden geschmückt und jede Menge Vorbereitungen werden für die Festtage getroffen. Um Weihnachten dreht sich auch der aktuelle IFGE Blog. Wir schreiben über die Angst vor Einsamkeit, Stress und darüber, was in der Weihnachtszeit wirklich zählt.

In diesem Sinne: Viel Freude beim Lesen und eine wunderbare Weihnachtszeit.

Die Weihnachtszeit ist da.

Wenn im Radio „Last Christmas” läuft, an jeder Ecke Weihnachtsbäume verkauft werden und es in der Stadt nach Maroni und Glühwein duftet, dann wissen wir: Weihnachten steht vor der Türe. Weihnachten, die angeblich bezauberndste Zeit des Jahres. Eine Zeit, in der Ruhe einkehrt, die Familie in den Mittelpunkt rückt und wir bei Kerzenschein gemütliche Stunden verbringen. Ist Weihnachten tatsächlich so? Oder ist das vielmehr ein Wunschbild, ein Ideal und etwas, das uns Medien vorgaukeln? Fakt ist: Weihnachten kann eine wunderbare Zeit sein. Fakt ist aber auch: Weihnachten kann zu Belastung, Sorge und Angst werden.

Weihnachten: Ursprung und Bedeutung.

In Zeiten religiöser Vielfalt sowie einer steigenden Anzahl von Kirchenkritiker*innen und Kirchenaustritten ist Weihnachten zu einem Fest der Familie geworden. Zwar wurden Bräuche, wie etwa das Aufstellen einer Krippe, das Schmücken eines Tannenbaums oder das Singen traditioneller Weihnachtslieder, vielerorts beibehalten, doch die religiöse Bedeutung der Weihnachtstage rückt zunehmend in den Hintergrund. Im Ursprung ist und bleibt Weihnachten aber ein christliches Fest, bei dem die Geburt Jesus Christus, der nach dem Glauben der Christen zur Rettung der Menschen von Gott auf die Erde geschickt wurde, gefeiert.

Weihnachten und die Angst vor Einsamkeit.

Die Familie rund um den geschmückten Baum. Eine Freundesrunde, die sich Geschenke überreicht. Ein geselliges Beisammensein mit Braten und Rotwein auf dem Tisch. Weihnachten ruft in uns viele Bilder hervor. Eines passt aber gar nicht zusammen: Weihnachten und Einsamkeit. Und genau deswegen fürchten sich viele Menschen vor Weihnachten. Denn,wenn die Geschäfte und Lokale für ein paar Tage schließen und in den Straßen Ruhe einkehrt, dann ist Einsamkeit noch bedrückender als sonst. Während Fernsehen, Radio und Zeitungen voll mit Bildern und Stimmungsskizzen glücklicher Familien sind, fühlen sich manchen Menschen dann ganz besonders isoliert und sehnen sich nach Gesellschaft.

Ist die Weihnachtszeit eine Stresszeit?

Doch auch Menschen mit Partner*innen, Familie und Gesellschaft freuen sich nicht immer auf Weihnachten. Kein Wunder, denn nicht überall kehrt tatsächlich Ruhe und Besinnlichkeit ein. Ganz im Gegenteil. Volle Geschäfte und Einkaufsstraßen zeigen uns Jahr für Jahr, dass viele Menschen in einen wahren Konsum- und Geschenkerausch verfallen. Die Folge: Die Weihnachtszeit wird zur Stresszeit. Nicht nur stressig, sondern auch finanziell belastend wird die Weihnachtszeit häufig für Eltern. So gerne möchte man den Kindern jeden einzelnen Wunsch, der mit Buntstiften sorgfältig in den Christkind-Brief geschrieben wurde, erfüllen. Dabei überschreiten manche ihre finanziellen Grenzen, was wiederum zu einer psychischen Belastung werden kann.

Weihnachten: Nicht auf sich vergessen.

Andere zu beschenken, ist schön und bereitet uns viele Freude. Beim Thema Geschenke und Gutes tun sollten wir allerdings nicht nur an Partner*innen, Kinder, Eltern, Freund*innen und Kolleg*innen denken, sondern auch an uns selbst. Wir sollten nachspüren, wie es uns geht, was uns belastet und was wir uns selbst Gutes tun können. Wer sich vor dem Alleinsein in den Weihnachtstagen fürchtet, wer Weihnachten mit negativen Erinnerungen verbindet oder wem in Trubel und Geschwindigkeit der Weihnachtszeit die Luft zum Atmen fehlt, der sollte nicht zögern Hilfe in Anspruch zu nehmen. Eine gute Anlaufstelle sind diplomierte Lebens- und Sozialberater*innen – psychologische Berater*innen, die Menschen in (schwierigen) Lebenssituationen mit den richtigen Methoden begleiten können.

Weihnachten und Jahreswechsel.

Mit der Weihnachtszeit rückt auch das Ende eines Jahres und damit der Beginn eines neuen Jahres näher. Ein guter Augenblick um zu reflektieren und sich neue Ziele zu setzen. Mit dem Rauchen aufhören. Endlich den Job wechseln. Wieder mehr an der Sexualität in der Beziehung arbeiten. An Vorsätzen für das neue Jahr mangelt es häufig nicht, vielmehr aber an deren Umsetzung. Denn nach nur wenigen Tagen im neuen Jahr, geraten diese oft in Vergessenheit. Auch hier kann professionelle Begleitung in Form psychosozialer Beratung eine Stütze sein. Im Rahmen dieser werden Sie systematisch unterstützt Perspektiven zu erarbeiten und Ziele zu erreichen.

Weihnachten: Eine wunderbare Zeit.

Mit dem richtigen Mindset, Bescheidenheit und der Besinnung auf das wirklich Wichtige ist und bleibt Weihnachten eine wunderbare Zeit. Machen wir einen Waldspaziergang und tanken frische Winterluft anstatt das hundertste Geschenk zu kaufen. Zünden wir eine Kerze an und widmen uns einem guten Gespräch anstatt in der Stadt in Menschenmassen unterzugehen. Nehmen wir uns Zeit füreinander anstatt uns im Alltagsstress zu verlieren. Wichtig ist, dass wir Weihnachten nach unseren Vorstellungen mit Menschen, Aktivitäten und Zeiten, die uns guttun, verbringen.

Weihnachten: Zeit um DANKE zu sagen.

Am IFGE wollen wir Weihnachten auch als Anlass nehmen, um wieder einmal DANKE zu sagen. Danke an alle Mitarbeiter*innen, Trainer*innen, Absolvent*innen und Lehrgangsteilnehmer*innen. Danke an alle Blog-Leser*innen und IFGE-Freund*innen. Wir schauen auf ein erfolgreiches Jahr zurück und blicken mit viel Vorfreude auf das neue Jahr. Wir wünschen eine gemütliche Weihnachtszeit und einen guten Start in das neue Jahr.


Silvia Podlisca

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