Trauer um ein verstorbenes Tier

Die Beziehungen zu unseren Haustieren sind in den meisten Fällen von besonders inniger Natur. Menschen, die nie ein Tier in Ihrem Umfeld hatten, vermuten gelegentlich – in den meisten Fällen völlig zu unrecht –, dass die Haustiere von BesitzerInnen als Kindersatz betrachtet werden, nur weil das Tier einer Familie verständlicher Weise als wertvolles Mitglied gilt. Durch den Tod eines solchen Tieres – auch wenn es vielleicht schon sehr alt war und ein schönes Leben hatte –, bleibt eine schmerzhafte Lücke. Leider ist es gerade die Trauer um ein geliebtes Tier, die wir uns oft nicht auszudrücken trauen. Häufig fühlen sich KlientInnen irritiert, weil sie um ihr Haustier ebenso trauern wie um einen Menschen. Auch die Sorge, dass die eigene Trauer vom Umfeld nicht ernst genommen wird, herrscht vor, denn zu oft haben viele KlientInnen bereits in der Vergangenheit den Satz gehört: „Das ist ja nur ein Tier.“

Vielfach setzt ein Teil des Trauerprozesses schon bei der Nachricht des Tierarztes oder der Tierärztin ein, dass es für das Tier eine Erlösung sei, es nun gehen zu lassen.

Dass die Entscheidung über Leben und Tod in vielen Haustierfällen bei den BesitzerInnen liegt, ist eine zumeist belastende Verantwortung. Vor allem deshalb, weil es immer wieder Tiere gibt, die kurz vor dem Termin zum Einschläfen plötzlich quietschfidel wirken. Dieser Entscheidungsprozess führt fast immer zu inneren Vorwürfen und der ständig im Kopf kreisenden Frage: „War es vielleicht zu früh?“ Leider sterben Tiere auch völlig unerwartet bei Unfällen. Die BesitzerInnen können sich auf den nahenden Verlust nicht einstellen, fühlen sich durch eine mögliche Mitschuld an dem Unfall schwer belastet oder es mischt sich Wut mit Vorwürfen gegen den Unfallverursacher. Den TierbesitzerInnen fällt es schwer, den Tod ihres Tieres wahrhaben zu können. Doch auch wenn ein Tier friedlich in den Armen der BesitzerInnen entschläft: Der Verlust bleibt.

Zu übereilten Bewältigungsstrategien gehört dann die blitzschnelle Anschaffung eines neuen Tieres, um sich mit dem eigentlichen Verlust nicht auseinandersetzen zu müssen. In manchen Fällen bemühen sich Menschen schon kurz vor dem nahenden Tod ihres Haustieres, sich davor noch schnell ein neues Tier anzuschaffen, um den Verlust vermeintlich abmildern zu können. Ersatzfunktionen können einerseits für das neue Haustier belastend sein und verhindern andererseits die vollständige Trauerbewältigung bei den BesitzerInnen, wodurch für diese eine Dauerbelastung entstehen kann.

Nehmen Sie sich Zeit dafür, sich Ihren Verlust bewusst zu machen, damit Sie sich ausreichend verabschieden und diesen Verlust in Zukunft verschmerzen können. So geht es nicht nur Ihnen besser, auch zukünftige Haustiere finden sich schneller in ihrer neuen Umgebung ein. Denn kein zukünftiges Tier kann das alte ersetzen. Unsere Institutstiere sind dabei hervorragende Tröster, die ganz genau spüren, was meine KlientInnen nun brauchen. Durch ihr wertfreies Verhalten unterstützen die Hunde und Katzen des Instituts Sie behutsam in Ihrem Trauerprozess, für den ich mir so viel Zeit nehme, wie Sie dafür benötigen.

Beratungsraum Tiergestützte psychologische Beratung

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Unser Institut teilt sich in eine komplett tierfreie Zone, in der unsere Selbsterfahrungsangebote ohne tierische Begleitung stattfinden sowie in einen Bereich, in dem sich unsere Institutstiere aufhalten.