SystemDimensionsBrett®

Das SystemDimensionsBrett® ist eine Weiterentwicklung klassisacher Aufstellungsbretter, wie sie seit vielen Jahren in der systemischen Aufstellungsarbeit verwendet werden. Klassische Aufstellungsbretter erlauben es einem, eine Dimension oder eine Dynamik nach der anderen darzustellen.

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Mit dem SystemDimensionsBrett® arbeitet man mehrdimensional. Es werden mehrere Einsichten oder Zeitebenen gleichzeitig dargestellt. Das öffnet den Blick, verdeutlicht Zusammenhänge und Wechselwirkungen, und schafft Klarheit. Mögliche Folgen von Verstrickungen können so besser aufgedeckt werden.

Das SystemDimensionsBrett® überrascht Aufstellungsleiter und Klienten gleichermaßen mit den Einsichten, die es ermöglicht. Vor allem mit der Klarheit und der Geschwindigkeit, mit der diese Gestalt annehmen.


Grundannahmen

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Das SystemDimensionsBrett® basiert auf der Grundannahme, dass sich das menschliche Erleben aus den Faktoren Raum, Zeit und Bewegung zusammensetzt. Eine Aufstellung, egal ob mit Menschen oder auf einem Brett, ist eine ein- bzw. zweidimensionale Methode. Die Erweiterung um eine weitere Dimension stellt daher einen natürlichen Entwicklungsvorgang dar.

Dieser natürliche Entwicklungsraum ist nur dann nachvollziehbar, wenn man als zweite Annahme davon ausgeht, dass der Mensch im Jetzt immer mit dem Gestern und dem Morgen verbunden ist. Mit anderen Worten, dass sich das menschliche Handeln immer auf einer unendliche Zeitachse abbildet. Mit dem SystemDimensionsBrett® werden die relevanten Zeitdimensionen auf einmal dargestellt, wodurch wiederholende Muster zutage treten können (etwa bei einem Kollektivtrauma).

Als dritte Annahme ist bei der Arbeit mit dem SystemDimensionsBrett® davon auszugehen, dass es zusätzlich eine Wechselwirkung zwischen verschiedenen den Menschen betreffenden Systemen gibt.

Als vierte Grundannahme, welche bereits in der berühmten Tabula Smaragdina des Hermes Trisgemistos enthalten war ist von einer Spiegelung der Dynamik in den die Menschen umgebenden Ebenen auszugehen („so wie oben - so unten“).

Entstehungsgeschichte

Die zündende Idee zum SystemDimensionsBrett® kam von Gregor Rathkolb. Der Funke der Begeisterung ist schnell auf Silvia Podlisca übergesprungen. Für sie selbst überraschend schnell, da sie als Systemikerin sehr minimalistisch, nur mit wenig äußerer Technik, arbeitet und auf das innere Bild und die Änderungen in der Körpersprache vertraut. Silvia Podlisca fing die losen Enden ein, verfeinerte das noch „rohe“ Gerüst und prüfte es auf seine Umsetzbarkeit.

Gemeinsam haben sie das SystemDimensionsBrett® zur vorliegenden Form gestaltet und arbeiten nun erfolgreich damit.

Bei der Entwicklung des SystemDimensionsBrett® haben zwei Konzepte maßgeblich Einfluss genommen.

1. Die neun Weltenkonzepte der germanischen Weltanschauung

In der germanischen Weltanschauung kommt dem Weltenbaum Yggdrasil eine besondere Bedeutung zu. Dieser formte laut Überlieferungen die Zentralachse des Universums. Er durchbohrte sämtliche Ebenen der germanischen Welt und verband diese. Die Germanen unterschieden in die drei auch uns bekannten Grundwelten Himmel (Asgard), Erde (Mitgard) und Hölle (Hel). Daneben gab es noch weitere sechs Nebenwelten. Diesen insgesamt neun Welten wurden neun Bewusstseinsebenen zugeordnet. Zwischen den Welten bestanden 24 Verbindungswege.
In der germanischen Weltanschauung gab es eine stete Verbindung vom Hier und Jetzt in das Gestern und das Morgen. Diese Annahme liegt auch dem SystemDimensionsBrett® zugrunde.

2. Raumschach

Einen weiteren wesentlichen Einfluss auf die Entwicklung des SystemDimensionsBrett® haben die zur Jahrhundertwende entwickelten Konzepte des Raumschach. Dieses Schachspiel aus acht etagenförmig übereinanderliegenden Schachbrettern bezieht in seiner Spielgestaltung mehrere Ebenen ein und ermöglicht so ein Ausnutzen des Gesamtraumes.
Die Möglichkeit im Raumschach, dass sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig etwas abspielt und in die anderen Ebenen hineinwirkt, war blicköffnend in der Entwicklung des SystemDimensionsBrett®.