Glaubenssatz-Aufstellung

Neue wirksame Realitäten erschaffen

Während es in der klassischen Familienaufstellung nach Bert Hellinger  vor allem darum geht, die eigenen destruktiven Muster zu erkennen und Verständnis für die persönliche Familiengeschichte – also das eigene Herkunftssystem – zu entwickeln, damit es schließlich für Sie gut weitergehen kann, arbeite ich in der Glaubenssatz-Aufstellung vorrangig gegenwartsbezogen. Das bedeutet, dass eine Familienaufstellung als Vorbereitung in den meisten Fällen sehr zu empfehlen ist, bevor Sie einen Schritt weiter gehen und sich damit beschäftigen können, welche Ziele für Ihre Weiterentwicklung und Ihre Bedürfnisse dienlich sind. Denn die Veränderung eines Glaubenssatzes kann in Ihrem Herkunftssystem als Tabubruch empfunden werden, weil: „Das wurde bei uns immer schon so gemacht!“ Es ist daher in der Glaubenssatz-Aufstellung von zentraler Bedeutung, dass der oder die AufstellungsleiterIn im gesamten Prozess bewusst darauf achtet, welche Wirkung das Lösen eines destruktiven Glaubenssatzes auf jedes einzelne Familienmitglied hat.

Eine dauerhafte Integration von neuen, wirksamen und konstruktiven Realitäten kann nur dann gelingen, wenn alle Beteiligten, die in Zusammenhang mit Ihrer Lösung stehen, der Veränderung innerlich zustimmen können. In einer solchen Aufstellung wird also immer auch mit darauf geachtet, dass Ihr neuer Weg und Ihre Weiterentwicklung ein Gewinn für alle Familienmitglieder ist. 

Ein bekannter Lösungssatz in der klassischen Familienaufstellung ist die Bitte der KlientInnen, dass jenes Familienmitglied, dem wir mit dem Lösen unseres Problems unähnlich werden, freundlich auf uns schauen möge, wenn es für uns anders und gut weitergehen darf. Diese eingeholte Erlaubnis – dieser freundliche Blick – am Ende einer Aufstellung nach Hellinger stellt den Beginn der Glaubenssatz-Aufstellung dar. 

Denn wenn es für Sie anders und gut weitergehen darf, wie sieht dieses „anders“ und „gut“ in Ihrem persönlichen Fall aus? Hier setzt das Finden Ihres Zieles – also Ihrer neuen Realität – an. Was ist Ihr Bedürfnis? Was benötigen Sie? Mir ist dabei wichtig, zu betonen, dass das Ziel, das Sie für sich definieren, keine einfache Umkehr darstellt, sondern viel eher eine wirksame neue Realität entsteht!   

 

Die systemischen Glaubenssatz-Aufstellungen am IFGE werden dabei von unseren Institutskatzen begleitet. Diese verblüffen während einer Aufstellung immer wieder mit ihrem hilfsbereiten Verhalten und tragen zu einer besonders entspannten Atmosphäre während des Aufstellungsseminars statt. Überdies vermögen es die Katzen, spielerisch und bildlich Hinweise darauf zu geben, was für die KlientInnen und die StellvertreterInnen wichtig ist, noch in den Blick zu nehmen.


Wie gelingen neue Realitäten – Im Einklang mit der Herkunft?

Ein praktisches Beispiel für den Unterschied zwischen einfacher Umkehr und kraftvoller neuer Realität zeigt das Anliegen einer Klientin, die das Gefühl hat, immer wieder zu scheitern. Wenn der begrenzende und destruktive Glaubenssatz dieser Klientin lautet „Ich bin nicht erfolgreich“, so wäre die schlichte Umkehr „Ich bin jetzt erfolgreich“ zu kurz gegriffen. Vielleicht bemerken Sie schon, dass hier nur ein Wort verändert wurde und sich die Klientin mit diesem Ziel weiterhin im Problemsystem befinden würde. Dadurch besteht die Gefahr, dass sich bei der ersten Aktion, welche die Klientin als nicht oder nur wenig erfolgreich empfindet, sofort ein bremsendes Gefühl des Rückschritts einstellt. Es ist also wesentlich, dass die Klientin in diesem Fall mit  ihrer Zielformulierung etwas ganz Neues sieht – ja, dass vielleicht sogar ein richtiges Feuer im Gehirn entzündet wird, wenn die neue Realität erkannt wird. Diese könnte dann – bezugnehmend auf das, was für meine Klientin in ihrem Leben wichtig ist – lauten: „Ich werde ab jetzt genügend Geld haben.“ Je nachdem, ob Ihr ursprünglicher Glaubenssatz aus Ihrem System entstanden ist oder in Ihrer Kindheit geprägt wurde, achte ich am IFGE bewusst darauf, was bei jedem zieldienlichen Stellvertreter passiert, wenn Sie Ihr neues Ziel mit in die Aufstellung dazu holen.

Gleichzeitig ist es essenziell, im Blick zu behalten, wo Ihre bisherige Realität für Sie in der Vergangenheit dienlich war, um anzuerkennen, was für Sie und Ihr System bis heute wichtig gewesen ist. So entsteht auch bei den Familienmitgliedern ein Blick für den Gewinn, den es ihrem System bringt, wenn die Klientin genug Geld hat. Durch diese Herangehensweise können Sie es sich letztlich erlauben, dass Sie Ihre neue Realität mit der freundlichen Unterstützung Ihres Systems und ohne – bisher vielleicht unbewusst – schlechtes Gewissen real werden lassen! Es geht in der Glaubenssatz-Aufstellung dabei weniger um ein „Entweder/Oder“ sondern vielmehr um ein „Sowohl/Als auch“ beziehungsweise um ein „Obwohl/Trotzdem“. Konkret bedeutet das: „Obwohl ich bisher nicht erfolgreich war, darf es jetzt gut weitergehen und ich werde trotzdem genug Geld haben“ oder „Obwohl ständige Aggression in meiner Familie einmal dem Überleben gedient hat, darf ich trotzdem meine Aggression in Zukunft dosiert und einem sportlichen Ziel dienlich einsetzen.“ bzw. „Ich habe sowohl sexuelle Gewalt erlebt, als auch das Recht, in Zukunft lustvolle Sexualität befreit zu leben.“

Wie immer Ihre neue Realität und Ihre Lösungen aussehen, es ist wesentlich, auf den Anspruch zu verzichten, dass nun von einem Tag auf den anderen „alles perfekt zu sein“ hat. Über Generationen oder Jahre hinweg gewachsene Glaubenssätze zu verändern, bedeutet auch, dass das bisher Erreichte, immer wieder reflektiert wird, bis die neue Realität vollständig in Ihr Leben integriert ist. „Die Stellschrauben werden Stück für Stück nachgedreht“, könnte man dies etwas salopper formulieren. Hierfür bietet sich besonders die festigende Arbeit der Hypnosystemik an, in der ich in der systemischen Einzelberatung darauf achte, was Sie benötigen, um die neue Realität dauerhaft zu Ihrem konstruktiven Lebensmuster werden zu lassen.


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