Familienaufstellung

Systemische Beratung kann sowohl in Einzelsitzungen, als auch in Form von Gruppenseminaren die Lösung für die Probleme in den verschiedensten Lebenssituationen darstellen.

Familienaufstellung nach Bert Hellinger ist eine sehr schöne Versöhnungsarbeit mit der eigenen Geschichte.


Gruppenseminare – Familienaufstellung

Versöhnung kann nicht die Vergangenheit verändern – sie bereichert aber unsere Zukunft ungemein!

Familienaufstellung, Systemische Beratung, Lebensberatung
Verborgenes wird aufgedeckt

Es geht dabei nicht um Rationalisierung, Idealisierung oder Schönfärben der oft­mals schmerzhaften Erfahrungen.

Doch gerade dann, wenn wir uns in schweren Lebenssituationen befinden, wird unser Blick eng und alles in uns scheint still zu stehen. Meistens drehen sich unsere Gedanken im Kreis und wir finden keine Lösung ...

Die Frage, wo solche Gefühle und Sorgenkarusselle – die für uns oft kaum verständlich sind – herkommen und wofür diese im eigenen Leben stehen, kann durch Familienaufstellungen unnachahmlich beantwortet werden. Viele unserer Emotionen, Handlungsweisen und Verhaltensmuster haben mit dem zu tun, was in unserer Familiengeschichte heimlich wirkt. Die Heimlichkeit, von der wir in der systemischen Arbeit nach Hellinger sprechen, bezieht sich nicht zwangsläufig auf klassische Geheimnisse, sondern viel eher auf die heimliche Liebe und Loyalität zu Mitgliedern aus unserer Familie, welche zumeist ein schweres Schicksal hatten und vergessen oder ausgeklammert wurden. Dies verletzt jedoch eine existenzielle Grundregel jeder Familie: „Jeder hat das gleiche Recht auf Zugehörigkeit.“ 

Nur wenn jeder das gleiche Recht hat, dazuzugehören -- frei von Wertung und der Überheblichkeit, sich besser oder größer als eine ausgeschlossene oder ungeliebte Person zu fühlen –, empfindet sich die Sippe vollständig und in der sogenannten Familienseele kehrt Einklang und Frieden ein. Dieser Einklang wird oft auch als der „größere Frieden“ bezeichnet, weil solche Dynamiken weit über unser Alltagsdenken hinaus gehen. Wird das Recht auf Zugehörigkeit verwehrt – also wird eine Person vergessen, ausgeklammert oder empfindet man sich besser als diese Person, stellt sich also über sie – empfindet sich die Sippe sozusagen nicht mehr als vollständig. Die Ausgeklammerten werden durch das Verhalten, Denken oder Empfinden der nächsten Generationen wieder unbewusst dazu geholt, um sich in der Familienseele wieder als vollständig zu erleben. „Heimlich“ nennen Systemiker dieses Muster deshalb, weil es uns vor einer Familienaufstellung meist nicht bewusst ist und uns die betreffenden Personen in vielen Fällen nicht einmal persönlich bekannt sind. 

Diese angesprochene heimliche und tiefe Liebe, welche uns die Zugehörigkeit sichert, ist der Versuch unseres inneren aber blinden Kindes, zu helfen. Das Kind trägt dabei so schwer und „übersieht“ dadurch, dass es den Vorfahren nichts abnehmen kann, sondern im Gegenteil – das Schicksal wiederholt und es damit nicht zur Ruhe bzw. in Frieden kommen lässt. Daraus entsteht zumeist das Gefühl: „Was ich auch mache, es ist nie genug, es ist immer falsch.“ Denn den eigenen Vorfahren zu helfen oder sie gar zu retten, ist noch nie gelungen! 

Jeder darf dazu gehören und hat Platz im Herzen
Jeder darf dazu gehören und hat Platz im Herzen

Hier findet sich auf die Erklärung dafür, warum gerade Menschen, die an sich selbst den verbissenen Anspruch haben, nur ja nie wie Vater, Mutter oder die Großeltern zu werden, häufig erst recht genau so wie diese werden. Denn sowohl die unbewusste Loyalität zu unseren Ahnen als auch der Wunsch nach Zugehörigkeit zur eigenen Sippe sind stärker als der bewusste Vorsatz, jemandem nicht ähnlich zu werden. 

Aus diesem Grund befinden wir uns auch immer wieder heimlich im Einklang mit dem eigenen Unglück. Denn durch unser Unglück fühlen wir uns unbewusst mit einem Familienmitglied, das ein schweres Schicksal hatte, verbunden und der Familie zugehörig. Durch diese kindliche Liebe in uns und dem damit verbundenen Wunsch, zu helfen, ist es häufig schwierig, sich alleine aus solchen Verstrickungen zu befreien. Was in vorangegangenen Generationen gewirkt hat, holen wir aufgrund des starken Wunsches nach Zugehörigkeit – welcher das Überleben sichert – wieder in unser Leben. 

Wo z.B. früher Männer im Krieg gefallen oder an den Folgen des Krieges (wie Alkoholabhängigkeit oder emotionale Härte) zerbrochen sind, zerbrechen beispielsweise heute stellvertretend Beziehungen und Ehen. Die Frauen dieser Kriegsgeneration, die – um zu überleben – alles alleine bewältigen mussten, haben gelernt: „Wir Frauen brauchen keine Männer, wir schaffen es alleine!“ Dies wirkt als ungeschriebenes Familiengesetz und führt dazu, dass es den Töchtern oder Enkelinnen dieser Generation in ihrem Leben schwer fällt, sich auf Beziehungen einzulassen.

Wenn Liebe alleine zuwenig ist..
Wenn Liebe alleine zuwenig ist..

Das unbewusste Denkmuster der nachfolgenden Frauengenerationen lautet: „Ich brauche keine Männer, denn meine Mutter oder Oma hat es auch alleine geschafft, obwohl die Herausforderungen der damaligen Zeiten häufig viel existenzieller waren.“ Da jedoch in vielen Systemen immer noch unbewusst die gleichen Familiengesetze wie zu Kriegszeiten gelten, ist das, was vor einigen Generationen eine Überlebensnotwendigkeit war, im eigenem Leben zur Begrenzung geworden. Kinder und Enkelkinder der Kriegsgenerationen befinden sich demnach immer wieder mit ihren Männern oder Frauen in einer Art ständigem Beziehungs“krieg“, wodurch sie sich unbewusst mit ihren Ahnen verbunden, im Einklang und zugehörig fühlen.

Bei der Familienaufstellung wird Wert darauf gelegt, was die jeweilige Person und ihre Familie subjektiv erlebt haben, welche Auswirkungen dies auf das gesamte System hat und was die erlebten Situationen für den einzelnen Klienten/die einzelne Klientin bedeuten.

Die gesamte Arbeit zeichnet sich durch größtmöglich wertfreies Schauen und Anerkennen aus. Eine der Haupt­aufgaben liegt darin, ausgeschlossene und angstmach­ende Personen bzw. Ereignisse wieder in das System zu integrieren, um es wieder als vollständig zu erleben. Dies geschieht mit großem Respekt vor dem Vergangenen.

 

Familienaufstellung, Systemische Beratung, Lebensberatung
Lösungen durch neue Einsichten

Erweitert wurde diese Arbeit durch die sogenannten "Bewegungen der Seele" und den "Bewegungen des Geistes". Dabei wird in einer wortlosen Sequenz ohne Eingriffe des Beraters/der Beraterin die tiefe Verbundenheit zwischen den Personen erkennbar.
Erst wenn ge­se­hen, ge­hört und an­er­kannt wird, was in der Größe der Fa­mi­li­en­see­le wirkt, kön­nen Lö­sun­gen be­gin­nen.

Familienaufstellungen ändern nichts an der Geschichte, helfen uns aber neue Erkenntnisse und Sichtweisen in alte, oftmals krankmachende Muster zu integrieren. Durch die neugewonnene Sichtweise, die dem Erlebten hin­zu­ge­fügt wird, öffnet sich der Blick und unser Herz, sodass Lösungen beginnen können.

Die systemischen Familienaufstellungen am IFGE werden dabei von unseren Institutskatzen begleitet. Diese verblüffen während einer Aufstellung immer wieder mit ihrem hilfsbereiten Verhalten. Ganz oft geben sie Hinweise darauf, dass in einer Aufstellung noch ein Mitglied fehlt, etwa wenn es um verstorbene Kinder aus vergangenen Generationen geht, von denen Sie nichts mehr wissen. Intuitiv und zielgenau nehmen die Katzen dann diesen Platz ein. Häufig erkennen die tierischen Co-Berater auch während einer Aufstellung, welches Familienmitglied besonders schwer zu tragen hat und spenden diesem spontan Trost. Dabei machen sie auch keinen Unterschied zwischen Tätern und Opfern. Die Wertfreiheit der Tiere zeigt den KlientInnen dabei sanft, wie sie ihren persönlichen Zugang zur Versöhnung mit der eigenen Familiengeschichte finden können.

Ich empfehle vor einer Familien­auf­stel­lung ein Erstgespräch, um die Beweg­gründe zu klären und Vorinformationen einzuholen. Nach der Aufstellung stehe ich für eine weitere Betreuung gerne zur Verfügung.


Unsere Aufstellungsseminare finden entweder geblockt an einem Wochenende (Samstag und Sonntag) oder eintägig an einem Montag statt. Ebenso gibt es eine wöchentliche, systematisch geführte, Gruppenselbsterfahrung.

Falls Sie gerne an einem Aufstellungsseminar teilnehmen wollen, entnehmen Sie die Termine bitte hier

Hinweis: Im Seminarraum halten sich die Institutskatzen auf.

Den Ablauf einer Familienaufstellung finden sie unter:


Termine für Einzelsitzungen sind jederzeit nach Vereinbarung unter +43 676 610 89 36 möglich! Lesen Sie hier mehr über systematische Einzelberatung


Beratung mit tierischer Unterstützung oder ohne? -  Sie können frei entscheiden!
Hier finden Sie Informationen zur tiergestützte psychologische Beratung.

 

Unser Institut teilt sich in eine komplett tierfreie Zone, in der unsere Selbsterfahrungsangebote ohne tierische Begleitung stattfinden sowie in einen Bereich, in dem sich unsere Institutstiere aufhalten.  


Die systemische Familienaufstellung ist auch einer meiner Schwerpunkte in der Ausbildung zum/zur Dipl. Lebens- und Sozialberater/in. Sollten Sie sich für diese Ausbildung interessieren, folgen Sie dem angeführten Link.

www.ifge.at/ausbildungsangebote/dipl-lebens-und-sozialberaterin/