Angehörige von kranken Menschen

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Wenn ein Familienmitglied erkrankt, gehört dies zu den belastendsten Herausforderungen, die uns Menschen begegnen. Eine Diagnose steht entweder plötzlich im Raum und verändert alles, was das Familienleben bisher ausgemacht hat, oder aber schwerwiegende Erkrankungen wie Krebs und Demenz sowie deren Folgeerscheinungen zeichnen sich langsam immer deutlicher ab. Bis sie für die Angehörigen zur traurigen Realität werden und nicht mehr ignoriert oder schön geredet werden können. Oftmals stehen schwere Entscheidungen über die nächsten Schritte an.

Häufig werden in Familien alle Kräfte mobilisiert, um Wege zu finden, die Kranken zu unterstützen und um mit der neuen Lebenssituation umzugehen. Nicht nur wenn es um potenziell lebensbedrohliche Krankheiten geht, empfinden Angehörige oft die innere Verpflichtung, besonders stark zu sein, um den Erkrankten Sicherheit, Lebenswillen und unerschütterlichen Optimismus zu vermitteln.

Das Leben ändert sich durch Krankheiten schleichend – oder von heute auf morgen. Krankenhausbesuche müssen in den ohnehin schon vollen Terminkalender integriert werden, besorgte Anrufer werden geduldig beruhigt, für gut gemeinte Ratschläge wird sich zum tausendsten Mal bedankt. Das durch die Krankheit vielleicht nun fehlende Einkommen muss kompensiert, der Haushalt plötzlich allein geführt und Pflegepläne müssen erstellt werden.

In all dem Trubel rund um die richtige Pflege oder Behandlung der Angehörigen und dem durch die neue Situation bisweilen entstehenden Chaos gehen häufig gerade die unter, die sich am verantwortlichsten für die Kranken und die Aufrechterhaltung eines halbwegs geregelten Familienlebens fühlen.

In einer Gesellschaft, in der unsere Großeltern- oder Elterngeneration noch in Großfamilien aufgewachsen ist, in welchen sich um Kranke zu Hause gekümmert werden konnte, wird häufig gerade den mittlerweile berufstätigen Frauen dazu noch schlechtes Gewissen eingeimpft, wenn sich diese die Pflege der eigenen Eltern oder Schwiegereltern aus persönlichen oder existenziellen Gründen nicht zumuten können.
Gleichzeitig gilt es, den richtigen Zeitpunkt für schwierige Entscheidungen zu finden: Wird mehr Hilfe benötigt? Brauchen Vater, Mutter oder Schwiegereltern bereits einen Sachwalter oder kann und will man diese Zusatzaufgabe selbst mit übernehmen? Der Grad zwischen Bevormundung und benötigter Hilfestellung scheint sehr schmal – und ist für alle Beteiligten meist sehr unangenehm. Zu diesen Befürchtungen und Sorgen rund um das Befinden der Kranken kommt demnach häufig auch noch ein unüberschaubarer Berg an Schuldgefühlen.

All diese Emotionen meinen Angehörige oft, unterdrücken zu müssen, um die Kranken nicht noch weiter zu belasten. Der eigene Schmerz, den die Krankheit des Familienmitglieds in den Angehörigen auslöst, die Traurigkeit darüber, die Kraft der eigenen Eltern langsam schwinden zu sehen, der nahende Verlust, die Wut, der Zorn, die Ohnmacht – dafür bleibt meist keine Zeit. Diese belastende und auf Dauer zermürbende Gefühlswelt wird zugunsten der Kranken oft lange ignoriert, bis den Angehörigen dafür letztlich die Kraft fehlt und der eigene Zusammenbruch sowie ein beginnendes Burn-out im Raum steht. Doch es ist nicht nötig, dass Sie sich an den Rand dieses Abgrundes bewegen.

Am IFGE biete ich Ihnen die Möglichkeit, Ihre Gefühle zuzulassen, um damit in Ihrem Alltag umgehen zu können. Vielleicht gibt es Wichtiges, das Sie noch besprechen oder erleben möchten. Die große Angst, die Sie um Ihre/n Angehörige/n haben, müssen Sie vor mir nicht – wie vielleicht zu Hause vor den Kindern – verbergen. Sie darf sein und findet in verständnisvoller Atmosphäre Platz. Die Überforderung, die Sie möglicherweise verspüren, findet hier bei mir Raum und darf ausgesprochen werden – frei von Bewertungen meinerseits. Welche Gefühle Sie auch immer bewegen und belasten, hier müssen Sie sich nicht verstellen. Warten Sie nicht, bis Sie Ihre Grenzen erreicht haben, sondern sorgen Sie gut für sich – gerade dann, wenn Sie das Bedürfnis haben, auch für andere zu sorgen. Denn nur wenn es IHNEN gut geht, können Sie kraftvoll für die erkrankte Person da sein!

In der tiergestützten Variante der Beratung werden Sie bemerken, wie SIE gleich zu Beginn von den Hunden überschwänglich begrüßt werden und von den Tieren die volle Aufmerksamkeit erhalten. Die Hunde sehen SIE und hören auch auf Sie, wenn Sie ein Kommando geben. Kurzum: Sie werden freudig gesehen und zur Kenntnis genommen! Die Institutstiere am IFGE, die Sie im Zuge der tiergestützten psychologischen Beratung kennenlernen können, fördern darüber hinaus Ihre Fähigkeit, in der Beratungseinheit zur Ruhe zu kommen. Eine Katze etwa, die ruhig auf Ihrem Schoß döst, ja vielleicht sogar schnarcht, vermittelt intensive Gefühle der Entspannung und Sicherheit. Sowohl die Hunde als auch die Katzen des Instituts haben ein feines Gespür dafür, wann sie den KlientInnen tröstend zur Seite stehen und wann sie mit ihren mitunter drolligen Einfällen für heitere Momente sorgen, mit denen sie Sie immer wieder aus Ihrer Welt „am Rande“ ins aktive Leben führen.


Beratung mit tierischer Unterstützung oder ohne? -  Sie können frei entscheiden! 
Hier finden Sie Informationen zur tiergestützte psychologische Beratung.

 

Unser Institut teilt sich in eine komplett tierfreie Zone, in der unsere Selbsterfahrungsangebote ohne tierische Begleitung stattfinden sowie in einen Bereich, in dem sich unsere Institutstiere aufhalten.