Tiere als wertvolle Bereicherung in der Beratung

Die positive Wirkung des Kontaktes mit Tieren auf uns Menschen wurde schon mehrfach nachgewiesen. So belegen Studien deutliche Verbesserungen des Gesundheitszustandes durch den Umgang und die Interaktion mit  Vierbeinern – insbesondere indem sich der Blutdruck und die Pulsfrequenz der Menschen durch ihre beruhigende Wirkung senkt.

 

Tiere unterstützen jeden Prozess, indem sie manchmal tröstend eingreifen, manchmal spielerisch integriert werden und manchmal einfach nur da sind. Sie zeigen uns durch ihre unbekümmerte Art, dass neben Problemen auch immer noch Freude und Glück vorhanden sind. 

 

Was bedeutet tiergestützte psychologische Beratung?

Tiergestützte Beratung beginnt dort, wo Gespräche und die Arbeit mit einem entsprechend ausgebildetem Tier einander ergänzen – es geht um den Beziehungsaufbau und die Prozessgestaltung im Beziehungsdreieck zwischen Klient/in, Tier und Berater/in. Neben der Gesprächsführung zwischen Berater/in und Klient/in werden Methoden eingesetzt, bei denen die Klienten/Klientinnen mit Tieren interagieren oder über Tiere kommunizieren.

 

Was können Tiere, was Menschen weniger können?
Durch die Anwesenheit von Tieren fällt es den Menschen oft leichter, Vertrauen zu fassen, sich zu öffnen und eine Beziehung aufzubauen. Dadurch, dass Tiere keinerlei Erwartungen hegen und absolut unvoreingenommen und mit bedingungsloser Akzeptanz auf Menschen zugehen, kann rascher eine Beziehung entstehen. Für Tiere steht der Mensch im Mittelpunkt und nicht seine Leistung - sie urteilen nie bei Misserfolgen oder körperlichen Mängeln. Klienten/Klientinnen erfahren in der Interaktion mit Tieren eine vertrauensvolle, nicht wertende oder urteilende Zuwendung. Das eigene Selbstvertrauen kann durch den Kontakt mit den Tieren, die die Menschen mit all ihren Stärken und Schwächen so annehmen wie sie sind - und dadurch, dass sie häufig positives Feedback geben - wieder gestärkt werden.


Tiere geben ihre Emotionen darüberhinaus direkt und unverfälscht wieder. Sie reagieren ehrlich und unmittelbar auf das Verhalten des Klienten/der Klientin und spiegeln den tatsächlichen Zustand ihres Gegenübers wider - wodurch innere Prozesse sichtbar werden können. Tiere unterstützen durch ihre Reaktion das Erlernen angemessener Emotionsäußerungen und senken das Aggressionspotenzial. Auch sind sie uns dabei behilflich, eigene und fremde Grenzen wahrzunehmen und diese respektieren zu lernen.


Die Sinneserlebnisse durch den Körperkontakt bzw. die Berührung der Tiere wirken sich positiv auf die Persönlichkeitsentwicklung aus. Die Klienten/Klientinnen erhalten körperliche Zuwendung und Wärme. Auch erhöhen sie das Gefühl für Selbstverantwortung. Insbesondere Hunde zeichnen sich durch ein hohes Aufforderungsverhalten aus, was zu einer stärkeren Selbstmitteilung, Beweglichkeit und Kontaktaufnahme mit der Umwelt führen kann. Weil man im Umgang mit Tieren manchmal Geduld haben muss, helfen sie auch dabei zu entspannen.


Wenn die tiergestützte psychologische Beratung Outdoor stattfindet, gelingt es Tieren oft, den Menschen die Natur wieder näherzubringen. Weiters motivieren sie zur Bewegung, was positive Auswirkungen auf den Körper bzw. das Körperbewusstsein hat.

 

Wofür eignet sich die tiergestützte psychologische Beratung?
Prinzipiell können Tiere bei jedem Beratungsgespräch als wertvolle Stütze dienen. Ihr Einsatz bzw. ihre Begleitung eignet sich z.B. insbesondere bei mangelndem Selbstbewusstsein oder Lebensmut, Aggressionen, Anpassungsstörungen, Trauerbewältigung oder der Behandlung von Ängsten. Gerne werden Tiere durch ihre „Eisbrecher-Funktion“ auch in der Arbeit mit Kindern eingesetzt.


Die Vierbeiner stellen eine hilfreiche Stütze im Beratungsprozess dar und können viele positive Gefühle in uns Menschen wecken – wie Fröhlichkeit, Sorglosigkeit und bedingungslose Liebe. Sie entpuppen sich oft als eine wundervolle Bereicherung im Leben oder wie Rupert Sheldrake sagt: „Die meisten von uns benötigen Tiere offenbar als Teil ihres Lebens - unsere menschliche Natur ist untrennbar mit der Natur des Tieres verbunden. Sind wir von ihr isoliert, fehlt uns etwas. Wir verlieren ein Teil unseres Erbes.“

 

Quelle:
http://www.paracelsus-magazin.de/alle-ausgaben/82-heft-022015/1325-tiergestuetzte-interventionen-in-therapie-und-beratung.html

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Kommentare: 1
  • #1

    Mayola Dohrmann (Montag, 06 Februar 2017 08:40)


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