Sicherer Umgang im Internet und in Social Media

Immer wieder hört man von Belästigungen, Stalking, sexuellen Übergriffen und sogar Vergewaltigungen.

 

Vor allem junge Mädchen sind Opfer – und nicht selten beginnt alles schon viel früher in einer virtuellen Welt.

Soziale Netzwerke wie Facebook, aber auch mobile Dienste wie zB Whatsapp oder selbst normale SMS legen oftmals schon den Grundstein dafür, dass später – in der realen Welt – Grenzen überschritten werden, bei denen es keine Möglichkeit mehr gibt, einfach einen Stecker zu ziehen oder die Off-Taste zu drücken.

Social Media hat sich ohne Frage durchgesetzt – wir diskutieren also schon lange nicht mehr darüber, ob es sinnvoll ist, sich dort zu präsentieren, sondern ob und wie man sich sicher in der virtuellen Welt bewegt und seine Privatsphäre am besten schützen kann. Speziell junge Menschen – Kinder, Jugendliche und die frühen Twens – gehen oft mehr als sorglos mit ihrem Privatleben in die Öffentlichkeit. Dabei ist ihnen oft nicht bewusst, dass alles, was ins Netz gelangt, zwangsläufig nicht privat bleibt. Gerade deshalb ist es wichtig, dass Eltern ihren Nachwuchs schon frühzeitig auch im Umgang mit dem Internet und sozialen Medien aufklären. Leider sind Eltern in diesem Bereich oft selbst überfragt und technisch manchmal sogar eher im Nachteil, so dass Kinder nicht nur meistens am wesentlich neueren Stand sind, sondern dadurch ihre Eltern in Bezug aufs Internet auch nicht mehr wirklich ernst nehmen! Nichtsdestotrotz gibt es einige Grundregeln, die es zu befolgen gibt, um sicherzustellen, dass möglichst viel Kontrolle bei einem selbst bleibt, und man so viel als möglich steuern kann.

 

Erhöhte Vorsicht ist geboten
Als Grundregel gilt, dass man sich mit niemandem befreunden soll, den man nicht auch wirklich kennt. Ein „süßes“ Profilbild und ein paar Schmeicheleien tun vielleicht dem Ego gut, aber es gibt keine Möglichkeit zu überprüfen, ob es sich wirklich um die Person handelt, die mir das Profilbild zeigt. Bei Freundschaftsanfragen, die aus dem Nichts kommen, ist also erhöhte Vorsicht geboten. Dasselbe gilt, wenn plötzlich Chats eine erotische Richtung einschlagen. Vor allem der Bitte – nicht selten mit verbalem Nachdruck – nach erotischen oder gar Nacktbildern sollte man nicht einfach nachkommen. Doch obwohl es im Grunde jeder besser weiß, gewinnt „sexting“ – eine Wortkombi aus sex und dem englischen texting (für SMS) – nicht nur unter Jugendlichen immer mehr an Popularität. Und nicht selten enden diese Bilder entweder in einschlägigen Foren oder man wird anschließend sogar Opfer einer Erpressung.
Die wohl größte Gefahr geht aber wieder von der realen Welt aus – nämlich dann, wenn einer Beziehung, welche bisher nur im Netz stattgefunden hat, im Anschluss ein reales Treffen folgt. Nicht selten werden hier speziell junge Mädchen Opfer physischer Gewalt. Besonders argwöhnisch sollte man werden, wenn der erste Kontakt an einem abgelegenen, schwer einsehbaren Ort stattfinden soll oder am Ende gar in einer privaten Wohnung. Solche Anfragen sollte man von vornherein ablehnen.

Um also gar nicht erst in die Opferrolle zu kommen, ist eine gesunde Portion an Misstrauen nicht verkehrt. Das gilt allerdings sowohl für die virtuelle als auch die reale Welt!

Im Internet finden sich aber nicht nur Gefahren, es kann auch viele nützliche Infos zur Verfügung stellen – einige Websites, welche fundierte Informationen zum sicheren Umgang mit dem (Sozialen) Netz geben, haben wir Ihnen untenstehend aufgelistet. Dort finden Sie zahlreiche Tipps und auch Material zum Download.


Außerdem findet am IFGE am 12.November 2015 der Workshop „Fit and save for Social Media & Party – speziell für Mädchen. Damit aus Spaß nicht Ernst wird“ in Kooperation mit einer jungen Polizistin statt. Infos dazu gibt's  hier!

Und hier die Links:
www.saferinternet.at
www.saferinternet.at/privatsphaere-leitfaeden
www.klicksafe.de
www.betterinternetforkids.eu

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